Krankheitskosten senken


Das Potenzial betrieblicher Vorsorge ist enorm. Die Krankheitskosten könnten deutlich gedrückt, die Produktivität der Mitarbeiter deutlich gesteigert werden. Der Volkswirtschafsprofessor Peter Oberender sagt, dass sich drei Viertel der Ausfälle, die durch chronische Erkrankungen entstehen, mit der richtigen Prävention verhindern ließen. Und nach Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin könnten die Unternehmen 30 bis 40 Prozent der Arbeitsunfähigkeitszeiten durch eigenen Maßnahmen verhindern. Laut der Booz-Studie zahlt sich jeder Euro auf volkswirtschaftlicher Ebene aus – je nachdem, welche Maßnahmen ein Betrieb damit im Einzelnen trifft. Einerseits spart der Betrieb, weil die Mitarbeiter seltener krankheitsbedingt fehlen. Andererseits sparen die Krankenkassen Behandlungskosten.

Trotz großer möglicher Vorteile steckt die betriebliche Vorsorge aber noch in den Kinderschuhen. Laut B&C engagiert sich nur eine Minderheit der Unternehmen. Als Gründe nannten die befragten Firmen das Wirrwarr rechtlicher Regelungen; aber auch den hohen Aufwand, den es benötigt, Kosten und Nutzen betrieblicher Vorsorge zu ermitteln.

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Bericht aus www.focus.de , Dienstag, 07.06.2011, 10:30 · von FOCUS-Online-Redakteur Simon Che Berberich